Flucht auf die Alp





Da ich mich zuhause von allem Möglichen ablenken lasse, bin ich auf die Alp geflüchtet. Durch die Einsamkeit und den leichten Anfall des Müssigseins erhoffe ich mir Inspiration und Muse, um Songs schreiben zu können. Nun bin ich endlich hier und prompt krank. Im Geschäftsleben hat mich das selbstverständlich nie aufgehalten. Medikamente rein, nichts anmerken lassen und weiterarbeiten. Aber Songs schreiben ist was anderes. Das funktioniert bei mir so nicht. Obwohl ich es eigentlich liebe, fehlt mir der Antrieb. Und je mehr ich mich dazu zwingen will, desto weniger Motivation kann ich aufbringen. Die erste Woche ist beinahe um und ich habe noch keinen einzigen brauchbaren Satz geschrieben. Langsam aber sicher breitet sich in mir Panik aus. Ich hänge mit meinen Songs zeitlich stark hinterher. Die Flucht auf die Alp fühlte sich wie ein Rettungsanker an. Denn, eine Idee zu haben wie ich die Schreibblockade endlich zu lösen vermag wirkte beruhigend. Aber hier oben eingesperrt zu sein, ohne auch nur den leisesten Ansatz eines Outputs, setzt mich emotional unter Druck. Es muss doch jetzt funktionieren. Wenn nicht hier und jetzt, wann dann? Ich hoffe darauf, dass mit den Lebensgeistern auch die Muse zurückkehrt.

#Gedanken #Songwriting