Open Mic Basel



Mein erster Auftritt mit eigenen Songs. Spielpraxis ist für einen Musiker essentiell. Da ich ohne Frage noch sicherer und souveräner werden muss, führt kein Weg an Liveauftritten vorbei. Überdies sagte mein Gesangslehrer oft: "Ein Aufritt ist wie 10 Lektionen Unterricht". Und, ein Open Mic bietet auch die Möglichkeit, eigene Songs zu testen und sich danach mit dem Publikum zu unterhalten. Man erhält Feedback und lernt andere Singer-Songwriter kennen. Alles zusammen sind Open-Mic-Veranstaltungen die ideale Plattform für Singer-Songwriter.

Auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin war ich als Zweiter an der Reihe. Ich wollte nicht der Erste sein, da ich ja keine Ahnung hatte, wie das so abläuft, aber auch nicht einer der Letzten, da ich es schnell hinter mich bringen wollte. Vor mir war eine Art instrumentales Jazz-Duo an der Reihe. Da sie etwas komplett anderes vortrugen als ich, kam in mir nicht so


das Gefühl eines Leistungsabfalls auf. Das war erleichternd. Zudem stellte mich Sarah Reid vor und erwähnte dabei, dass ich das erste Mal mit meinen Songs auftrete, was mir eine Art Anfängerbonus verlieh. Es war für mich eine Herausforderung, auf einer fremden Anlage zu singen. Alles klang anders, als ich es gewohnt bin. Ich brauchte irgendwie unerwartet viel Kapazität, um mich richtig abhören zu können. Dies führte auch zu Intonationsproblemen, die sehr unangenehm waren. Anscheinend sei das eine Erfahrungssache - hoffentlich stimmt das. Kurzum, es war ein lehrreicher Abend, der mir auch deutlich vor Augen führte, wie wichtig Live-Erfahrung ist.

Anmerkung zum Live-Mitschnitt: Da die Auftritte an Open-Mic-Anlässen in etwa eine halbe Stunde dauern, bin ich gezwungen das Video jeweils auf ca. 5 Minuten zu kürzen. Um meinem ungeschönten Stil treu zu bleiben, schneide ich selbstverständlich nicht die Fehler raus (auch wenn die Versuchung sehr gross ist).


#Meilenstein #Konzert