Sofakonzert Tübingen

Der erste Auftritt im süddeutschen Raum. Die Menschen aus der Region Baden-Württemberg sprechen einen ähnlichen Dialekt wie wir. Dadurch haben sie einen Zugang zur schweizerdeutschen Sprache. Ich war sehr gespannt, ob meine Mundart-Songs da ankommen werden ... Können sie überhaupt ankommen? Reicht bei einem Mundart-Song lediglich ein roter Faden? An einem Sofa-Konzert zu spielen ist jedenfalls ein ganz neues Gefühl. Durch die privaten Räume entsteht eine ungewohnte Intimität. Zudem verzeiht eine solche Nähe und damit einhergehende ungeteilte Aufmerksamkeit nichts. Für mich sind Konzerte in diesem Rahmen noch sehr anspruchsvoll - quasi eine andere Liga. Dieses Konzert hat mich darin bestärkt, mir das richtige Ziel fürs nächste Jahr gesetzt zu haben. Nämlich 100 Konzerte in einem Jahr zu spielen. Davon wird ein Grossteil in einem ähnlichen Rahmen stattfinden. Ich freue mich schon jetzt auf diese Zeit.

Was das Sprachliche betrifft, ist mein Fazit eher ernüchternd. Nicht weil unsere lieben Nachbarn zu wenig verstehen würden. Insbesondere mit den deutschen Ansagen zwischen den Songs verstehen sie ausreichend. Aber ich muss mir selber eingestehen, ausreichend genügt mir nicht. In Gesprächen nach dem Auftritt hat sich gezeigt, dass die ​Sprachbarrieren doch grösser als anfänglich angenommen sind. Ich habe mich deshalb dazu entschieden, einen Teil der Songs ins Hochdeutsche zu übersetzen ...